Das Haus für Gäste geräumt

Tagblatt Online, 08. Juni 2011 01:03:45

Oskar Köppel (rechts) und Marina Köppel (5. von links) mit den Gästen aus Lettland in ihrem Garten. (Bild: Susi Miara)

Seit Sonntag wohnen im Haus von Oskar und Marina Köppel Gäste aus Lettland. Den sechs Kindern und den drei Betreuern stellten die Widnauer ihr Haus für eine Woche zur Verfügung.
susi miara

widnau. «Wir machen jetzt eine Woche Ferien in der kleinen Wohnung von meinen Eltern, die zur Zeit in Italien sind», sagt Marina Köppel. Felix Stoffel, der das Narica-Projekt leitet, habe sie gebeten, eine günstige Unterkunft zu suchen. Spontan habe sie sich entschlossen, ihr Haus zur Verfügung zu stellen. «So bleibt mehr Geld für die Ausflüge und Besichtigungen», freut sich Marina Köppel. Die sechs Mädchen im Alter zwischen acht und 14 Jahren wurden von der Widnauer Salix-Alba-Loge des Schweizerischen Druidenordens ins Dreiländereck eingeladen. Zwei Tage und 2000 Kilometer dauerte ihre Reise von Rezekne in Lettland nach Widnau, wo sie am Sonntagabend eingetroffen sind. Seit Montag ist nun die Gruppe im Dreiländereck unterwegs. Sie besucht Museen, unternimmt eine Schifffahrt auf dem Bodensee oder einen Ausflug mit der Seilbahn auf den Karren in Bregenz.

Kultur und Kunst
Jeden Tag verbringen die Mädchen zwei Stunden am Vormittag in der Strukturistischen Malschule in Lindau. «Unsere Kinder und Jugendlichen sollen im Sinne der Ideale der Organisation Narica künstlerisch und kulturell gefördert werden, indem sie neue Eindrücke aus dem Dreiländereck vermittelt erhalten», sagt Pavel Narica, Organisator der Reise.

Im Frühjahr 2008 kontaktierte der lettische Elektroingenieur Pavel Narica die Künstlerin Laila Capadrutt. Sie leitete damals unter dem Begriff «Narica» die heutige Strukturistische Malschule. Aufgrund dieses Kontakts nahmen Strukturistische Malschüler an den Wettbewerben der Organisation der Familie Narica teil. Diese besuchte das Team in Lindau inzwischen zweimal.

Gleiche Ziele
Der Begründer der Strukturistischen Malschule in Lindau, Felix Stoffel, ist Mitglied der Widnauer Salix-Alba-Loge des Schweizerischen Druidenordens. Die Ideale dieses Vereins haben zum Teil die gleichen Zielen wie die Narica- Organisation aus Lettland. Deshalb haben sich die Mitglieder dieser Loge entschieden, im Rahmen des sozialen Engagements den Kindern und Jugendlichen eine Projektwoche verbunden mit verschiedenen Ausflügen zu ermöglichen. «Alle Mädchen, die dabei sind, haben Preise an Wettbewerben gewonnen», sagt Pavel Narica. Für sie sei es gleichzeitig eine Belohnung für ihre Arbeit. Sämtliche Kosten für die Verpflegung und Ausflüge wurden von der Salix-Alba-Loge übernommen. Die Narica-Reisegruppe muss lediglich für die Reisekosten aufkommen. Am Samstag fahren die Gäste aus Lettland wieder zurück in ihre Heimat.

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