Der Strukturismus – Die Philosophie zur Strukturistischen Kunstlehre
Die von Felix Stoffel begründete Strukturistische Malerei als Kunststil und Kunsttechnik basiert auf der uralten Symbolik des Labyrinths, welches für die Suche, Erkenntnis und Verwirklichung des menschlichen Individuums steht.
Diese Kunstlehre basiert auf vier Säulen:
1. Es gibt sechs grundlegende Arten ein Kunstwerk zu betrachten.
2. Das Kunstwerk wandelt sich vom Objekt zum Subjekt.
3. Das Individuum lernt, sich über das Kunstwerk zu entdecken und zu verwirklichen.
4. Sämtliche Kunstwerke bilden zusammen einen übergeordneten Organismus.
1. Jeder Gegenstand kann im Prinzip (sofern nichts die Sicht versperrt) von sechs eindeutigen Richtungen her betrachtet werden. Von vorne und von hinten, von links und von rechts, sowie von oben und von unten. Tönt simpel, ist aber jedes Mal eine grundlegend andere Erfahrung.
2. Die Strukturistische Technik ist darauf ausgerichtet, dass sich das Licht nicht auf dem Relief eines Kunstwerks, sondern im Objekt selbst, also dreidimensional, bricht. Die Art, wie die Lichtkanäle von jeweiligen Künstlern angelegt werden, entspricht direkt deren momentaner Verfassung während des Arbeitsprozesses. Ein solches Bild gewinnt also dank des in zahlreichen Schichten geleiteten Lichts auf molekularer Ebene an ‚Leben’. Auf diese Weise beinhaltet ein Strukturistisches Werk jeweils aktuell sowohl die individuelle Ausdrucksart als auch den persönlichen Spiegel in Form eines farblichen und formlichen Codes.
Wenn das beobachtete Kunstobjekt im physikalischen Sinn ‚lebt’, dann kann dieses seine Umwelt umgekehrt selbst auch ‚betrachten’. Das so subjektivierte Kunstwerk ‚beobachtet’ damit ebenfalls in sechs prinzipielle Richtungen.
3. Indem die Urheber eines Kunstwerkes diese ‚Betrachtungsweisen’ nachvollziehen, werden sie sich der Wechselwirkungen im Dasein gewahr. Derartige Erkenntnis schärft das intellektuelle Vorstellungspotenzial, trainiert das Einfühlungsvermögen und bringt letztlich die charakteristische Persönlichkeit zum Vorschein.
4. Ein einzelnes Strukturistisches Kunstwerk wird durch eine Künstlerin oder durch einen Künstler charakteristisch geprägt. Erarbeiten mehrere Künstler/innen eines jeden Alters Werke in Strukturistischer Manier, kommen viele (soziale) Teile eines Ganzen zusammen. Damit bilden sie einen lebendigen Organismus.
Es ist, wie wenn diese Bilder untereinander ‚kommunizieren’ würden. Ersichtlich wird das bspw. bei Ausstellungen. Zur Zeit existieren bereits rund 2’000 solcher Kunstwerke, die in der Strukturistischen Technik erzeugt worden sind (Stand 2011).
English
Deutsch